Dienstag, 4. Mai 2010

Amping Philippines....

Unsere Mini-Asien-Reise begann am Dienstag, den 30.03. nach der Arbeit, als ich mich mit 2 Cerveca Negra und STEPHAN STRUNZ (aka steve, steffi bzw indiana jones) im Ceres Liner nach Bacolod City traf.

Dort ging unser Flug am Folgetag um 04uhr morgens nach Manila und wir übernachteten bei dem dritten Mitreisenden, BJÖRN SELZER (aka BJ oder einfach nur AFC). Als wir also am nächsten Morgen in Manila landeten, war es mein erstes mal in der 12Millionen-Menschen-Agglo-meration und Hauptstadt der Philippinen und wie es sich gehört verbrachten wir den ganzen Tag in der Hauptattraktion dieser Stadt, einer Shopping-Mall. Die MOA (Mall of Asia) ist eine der größten der Welt (dicht hinter der SM in Quezon, ebenfalls Manila^^) und dort findet man alles bis hin zu nem Eishockeyfeld (ausser sich zurecht). Wir warteten eigentlich nur darauf, am Abend am Flughafen auf unser letztes Tourmitglied zu treffen, ALEX OHM, und unseren Flug nach Ho-Chi-Minh-Stadt (oder bei Nicht-Sozialisten: Saigon) anzutreten.

Bis dahin mussten wir noch etwas Schlaf nachholen und wo geht das besser als im Kino? Also taten wir uns einen extrem langweiligen Film an und regenerierten uns noch ein wenig (Übrigens: Niemals "Book of Eli" mit Denzel Washington gucken: Ein blinder Besitzer der letzten Bibel schlachtet sich von Gott geleitet durch das nach einem Atomangriff total verwüstete Amerika, um durch die heilige Schrift die Welt zu retten). Wir aßen noch ein wenig japanisch um uns mit den Stäbchen vertraut zu machen und flogen dann auch endgültig los. Um 01Uhr Nachts erreichten wir dann Saigon und unsere Reise hatte endgültig begonnen.


...Good Mornig Vietnam!

Ohne es als politisches Statement missverstanden zu sehen spreche ich im Folgenden von Saigon, das ist kürzer (Der Name bevor die Nordvietnamesen die "Befreiung Saigons" feiern und die Amis den "Fall Saigons" betrauern durften und die Stadt nach ihrem Führer Ho-Chi-Minh benannt wurde).Wir kamen also des Nachts am Flughafen an und zogen uns lustiges Geld aus einem Visa-Automaten (500.000 Dong, 20euro oderso). Klugerweise haben wir in der MOA noch eine Nacht in der billigsten Pension im District 1 Saigons die man innerhalb von 5min im Internet finden konnte gebucht, sodass wir dem Taxifahrer ein Ziel nennen konnten. Dieses entpuppte sich als DER absolute Backpackerplatz, in DER Backpackerstreet im Zentrum. Sprich: Touristände, Bars, Souveniers, Koks und Nutten. Okay Koks vllt nicht, aber alle 5min wurde einem Gras angedreht ("Hey Friend, Marijuana?"). Obs an meinem Aussehen liegt? Naja.
Zumindest musste man sich um die Party keine Sorgen machen aufgrund der vielen Bars die auch teils die gesetzlichen Sperrstunden (00-02Uhr) missachten konnten. Aber dazu mehr in Bangkok. Vom Vietnam versprachen wir uns alle vorallem viel Kultur und Geschichte. Letztere fanden wir zB im "War Remnants Museum", ein Museum über den Vietnamkrieg. Zuvor hatte es einen sehr viel passenderen Titel, welcher aber für höhere Besucherzahlen unter den amerikanischen Touristen geändert wurde. Der Name war "Museum of American War Crimes". Und genau das bekam man zu sehen, en detail.Wer etwas über den tatsächlichen Verlauf von Staatsgründung und Kriegsverlauf erfahren möchte, muss woanders suchen. Wer Spaß daran hat eine enorme Auswahl an Bildern zu sehen, auf denen GIs "Nordvietnamesische Befreiungskämpfer" köpfen oder "Zivilisten" aus Schützengräben jagen (was tun die da?!), ist hier an der richtigen Adresse.

Dies wurde uns allerdings erst nach dem Kauf des Tickets bewusst und so konnte man doch sehr gut gefordert/unterhalten werden, wenn man dieses Museum unter dem Wissen wer es erbaut hat betrachtet. All die Halbwarheiten und einseitige Berichterstattung unter dem Deckmantel der absolut richtigen Darstellung die so ein staatliches Museum ausstrahlt zu erkennen war äußerst interessant. Ich möchte hier nicht die Grausamkeit und Sinnlosigkeit der "Amerikanischen Intervention" gegen den bösen Ivan im Vietkong-Outfit herunterspielen, doch dieses Museum war schon sehr zweifelhaft.

But now something completely different:

Wenn man das Verhältnis von Touristen zu Vietnamesen in den Straßen vor unserer Haustür betrachtet und einmal vergleicht mit dem Verhältnis von Prostituierten zu anderen Frauen in den Bars und Clubs dieser Straßen, lässt das einige Schlüsse zu. Und so tat man sich schwer, Locations zu finden in die man auch gehen wollte. Doch ein Spot der definitiv genial ist, heißt Sax'n'Jazz. Grandiose Jazzbar, wie es sich gehört mit open stage und begnadeten Musikern, dazu gutem Whiskey und diesem gewissen Flair das durch schwummriges Licht und minimalistische Einrichtung entsteht (Die Bar bestand quasi nur aus Bühne und Bar, dazu ein paar Stehtische und Barhocker und ein Sofa, aber es hieß ja auch "Bar" und nicht "Spielwiese für junge Designer", was oft und gerne verwechselt wird). Eine WOhltat für die Ohren war es allemal. Gute Livemusik ist man von den Philippinen her nichtmehr unbedingt gewohnt.
Ansonsten gibt es die Erkenntnis, dass es auch in Saigon möglich ist, mehr Geld für Möbel zu bezahlen als man besitzt, dass auch Vietnamesisches Bier lecker sein kann und man niemals, wirklich NIEMALS in einem Touri-Office eine Tour mit nem Boot über den Mekong nach Phnom-Penh buchen darf. Doch genau das taten wir.

Samstag, 2. Januar 2010

Frohes Neues!

Joa die letzten Tage waren ersmtal Urlaub von meinem wirklich mehr als strapaziösen Dasein auf diesem arbeitsamen Eiland auf dem 10. Breitangrad.

Ausgerechnet diese Zeit suchte sich mein Körper aus um erstmal 3 Tage auf Sparflamme zu laufen. Naja bei den Cordon-Bleu-Preisen wars vielleicht auch nicht schlecht mal weniger zu sich nehmen zu können ;)
Glücklicherweise habe ich die ersten fünf Tage völlig fit meinen Open-Water-Tauchschein machen können! Das ist genau mein Ding, Wasser, Tierchen und Sport in einem, da bleibe ich aufjeden dran. Ansonsten lassen sich die Beschäftigungen während dieses enorm entspannten Urlaubs auf Beach-Soccer ...


... und -Volleyball spielen, gelegentliches baden, schnorcheln, billiard und bier zusammenfassen. Achja Shakes und eben Cordon Bleu. Also alles in allem höchst chillig, auch wenn die Preise aufgrund von Pauschaltouristen ca 300% über dem lagen, was man als weltwärts-Freiwiliger sonst so ausgibt!
Nunja aber die Feier war trotzdem anständig, ich hoffe ihr zu Hause habts auch überstanden und nicht zu tief ins Glas geblickt ;)

Also alles gute für 2010 euch allen!

So this is Christmas.....

Heyho!
Ein etwas anderes Weihnachten hatte ich nu am Sugar Beach auf den Philippinen, mit ca 20 weiteren weltwärts-Freiwilligen in einem entspannten Resort!
Aus Ermangelung einer Nordmann-Tanne deshalb der Umstieg auf lokale Gewächse.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Young Professionals National Camp


Nach dem letzten Ereignisreichen Wochenende war die darauf folgende Woche eine einzige Kaffee/Ferkel/Schlaf-Woche. Es war an meinem Arbeitsplatz das Nationale Treffen junger Ingeneure und Architekten, mit Vorträgen über nachhaltigen Häuserbau, sozialen Wohnungsbau und Auswirkungen des Klimawandels auf das Bauwesen. Durchaus spannende Themen, doch die Art von Präsentation und Diskussion ist hier doch grundlegend anders als bei uns. Kritik wird nicht offen geäußert, der Gegenüber könnte ja sein Gesicht verlieren. Überdeis lieben viele Filipinos Phrasen und Bildersprache, was angebracht wird auch wenn es absolut nicht passt. Das einzig gute war das Essen (es gab zweimal das Nationalgericht, Lechon Baboy, Spanferkel).

Was ich also von diesem Seminat mitnehme:
1. Man kann an einem Tag 15Tassen Kaffee trinken und trotzdem einschlafen
2. Spanferkel ist in der Zubereitung recht simpel, aber unappetitlich.

3. Es ist hier durchaus möglich, dass von 30 Zuhörern im Saal 10 Schlafen, ohne das es jemanden interessiert
4. 2 T-Shirts
5. 2 Zertifikate der Teilnahme (Johannes Krause, for his dynamic participation)

Naja, nur noch eine Woche dann sind ferien :)

International Volunteers Day

Am vergangenen Wochenende (4.-6.12.) haben ich und Seija eine Reise durch die halben Visayas gemacht, um in Tacloban auf der Insel Leyte eine Party anlässlich des International Volunteers Day zu besuchen. Da uns ein Flug zu teuer wäre und man in diesem Inselstaat anders nicht vorankommt, haben wir uns entschlossen per Fähre zu reisen.
So starteten wir unsere Tour dann am Freitagmorgen, 04:00 Uhr, um die erste Fähre von San Carlos City nach Toledo auf der Insel Cebu zu nehmen. Es war noch stockdunkel als wir ablegten und da die Fahrt über zwei Stunden dauerte und genau gen Osten ging, fuhren wir praktisch in den Sonnenaufgang hinein....



kurz darauf waren auch schon die ersten Fischer auf ihren traditionellen Booten unterwegs:


Auf Cebu Island in Toledo angekommen, steigen wir sofort in einen Ceres-Liner. Diese markanten gelben Busse sind überall zu finden und ein preisgünstiges Transportmittel...
Die komplette Fahrt verschlief ich, doch als ich erwachte, befand ich mich mitten in der Zweitgrößten Stadt der Philippinen, Cebu City. Nahezu alle großen Konzerne haben hier einen Standort, da sich diese Stadt genau in der Mitte der Philippinen befindet und somit ein perfekter Umschlagplatz ist. Am Bus-Terminal angekommen nahmen wir ein Taxi, wobei der Fahrer so nett war, den Taxameter einzustellen. So wurden wir nich gelinkt und am Hafen angekommen haben wir für alles gerade einmal 280peso bezahlt und 6std gebraucht. Mit einer lockeren Stunde Zeit bis unsere Fähre abfuhr warteten wir dann auch eine andere Freiwillige, die auf Cebu Island lebt. Wir buchten eine Fahrt im SuperCat, ein High-Speed-Katamaran mit Sicherheitskontrollen, Inneneinrichtung und Komfort wie im Flugzeug. Der Spaß kostete zwar mit Abstand am meisten auf der ganzen Fahrt (500peso), aber so konnte man in 2std in ormoc auf Leyte sein, wozu man ansonsten 6std gebraucht hätte. Es war sogar noch ein Bus nach Tacloban City inclusive!Dort kamen wir letztendlich um 4uhr Nachmittags an, 12std Fahrt hatten wir hinter uns gebracht. Nun musste die Party aber wirklich gut sein, damit sich das gelohnt hat!
Am Freitagabend traf ich gleich Simon und Ossi wieder...
...(Zwei Scheeßeler Kollegen von mir) und so wurde die erste Nacht mit den anderen DED-Freiwilligen die zur Party am Samstag gekommen waren durchgefeiert...nach satten 4std Schlaf ging es dann auch schon zu unserem eigentlichen Ziel, ein Haus am Strand, das komplett für diese Feier gemietet war.



Ein ständig wiederbefülltes Buffet, ordentliche Musik und Gäste aus Australien, den USA, Deutschland und den Philippinen machten aus einem schönen Tag einen fetzigen Abend. Ich hab sogar einer Runde Filipinos "4 Könige" spielen beigebracht^^


Mit Klassikern wie Mullersand ging dieser Abend
dann in den Morgen über...


...und da sich schlafen um 05.30uhr auch nichtmehr gelohnt hätte, beschlossen Seija und Ich doch einfach direkt in ein Jeepney zu steigen und zurück zu fahren!
Wir schliefen mehr als den Halben Weg von Tacloban wieder zurück nach San Carlos, doch durch irgendein Glück erwischten wir jede Fähre mit perfektem Timing. Wir hatten in Cebu sogar noch die Gelegenheit das "Vienna Kaffeehaus" auszuprobieren, ein österreichisches Lokal, in dem ich seit langem mal wieder ein richtiges Frühstück aß!


Und so endete alles wie es begann, auf einer Fähre zwischen Negros und Cebu, nur diesesmal dem Sonnenuntergang entgegen...

Original Pirate Material

Eine weitere Anekdote zum Thema DVDs:
Ich dachte eine DVD für 95cent wäre günstig. Da hatte ich aber noch nicht die wunderbaren collections entdeckt: Bis zu 20 Filme auf einer Disc, Preis: 80Peso (1,10euro oderso). Leider werde ich die wohl auf der Heimreise beim Zoll lassen müssen. Die Qualität aber ist erstaunlich gut und so besitze ich nun schon die Al Pacino, James Bond und Johnny Depp-Collection. Letztere enthält Sweeney Todd, Fluch der Karibik 1-3, Die 9 Pforten, Platoon, Rochester, Charlie in der Schokoladenfabrik, Donnie Brasco, Es war einmal in Mexico, From Hell, Chocolat, Sleepy Hollow, Edward mit den Scherenhänden, Corpse Bride, Blow, What's eating Gilbert Grape, Fear and loathing in Las Vegas und Das geheime Fenster. Nich schlecht. Allerdings müssen für diesen Preis wohl auch kleine Einbußen in Kauf genommen werden. Na, wo hat sich hier der Fehler eingeschlichen?

Dienstag, 1. Dezember 2009

November 28

Mit den Malls hier auf Negros ist das so eine Sache.
Geführt werden diese Riesenkaufhäuser, die meist Ketten und in vielen großen Städten vorhanden sind (Gaisano, SM, Robinsons), ausschließlich von Chinesen. Diese sind neben den Japanern, Spaniern und Amerikanern (die ja historische Gründe haben) die vierte häufig vertretene Nationalität auf den Philippinen. Sind die Spanier im Landbesitz, die Amerikaner in der Öffentlichkeitsarbeit und die Japaner im Automobilsektor führend, so haben es sich die Chinesen zueigen gemacht, sämtliche erfolreichen Großbetriebe hier zu führen, besonders Warenhäuser. Der Schlüssel zum Erfolg ist klar: Große Mengen an westlichen Gegenständen kopieren und billig herstellen. Lustigerweise schlägt dieses Prinzip auch auf das Personalmanagement durch. Es gibt mindestens soviele Mitarbeiter wie Kunden, was mitunter sehr nervend sein kann. Doch geht dadurch der Prozess des Einkaufens schneller voran? Nein, im Gegenteil: An der Kasse erlebt man jede Woche aufs Neue die unpraktischten Lösungen. So stehen immer 2 Frauen hinter jeder Kasse, doch sind notorisch zuwenige Kassen besetzt. Ebenso sammeln sich Packer in kleinen Grüppchen an sinnfreien Orten und halten Angestellte ab, deren Aufgabe beispielsweise darin besteht, herumstehende Einkaufswagen wegzufahren oder Inventur WÄREND der Öffnungszeiten zu machen (?!). Nun ist an der Kasse das Problem folgendes: Es wird jeder Gegenstand, völlig gleichgültig in welcher Menge man ihn erwirbt, einzeln gescannt. Das kann mitunter, zB wenn einzeln verpackte Kaffee-Pulver-Päckchen gekauft werden, schonmal eine Vierstelstunde dauern. Ohne Preisschild geht da natürlich garnichts, und es entsteht eine unendliche Verwirrung, was den Vorgang weiter verzögert.
Beispiel:

Als ich mir drei Würfel kaufte, natürlich alle einzeln, klebte mir eine Verkäuferin doch tatsächlich auf jedes kleine Würfelchen ein extra Schild. Wie praktisch is sowas?