Sonntag, 13. Dezember 2009

Young Professionals National Camp


Nach dem letzten Ereignisreichen Wochenende war die darauf folgende Woche eine einzige Kaffee/Ferkel/Schlaf-Woche. Es war an meinem Arbeitsplatz das Nationale Treffen junger Ingeneure und Architekten, mit Vorträgen über nachhaltigen Häuserbau, sozialen Wohnungsbau und Auswirkungen des Klimawandels auf das Bauwesen. Durchaus spannende Themen, doch die Art von Präsentation und Diskussion ist hier doch grundlegend anders als bei uns. Kritik wird nicht offen geäußert, der Gegenüber könnte ja sein Gesicht verlieren. Überdeis lieben viele Filipinos Phrasen und Bildersprache, was angebracht wird auch wenn es absolut nicht passt. Das einzig gute war das Essen (es gab zweimal das Nationalgericht, Lechon Baboy, Spanferkel).

Was ich also von diesem Seminat mitnehme:
1. Man kann an einem Tag 15Tassen Kaffee trinken und trotzdem einschlafen
2. Spanferkel ist in der Zubereitung recht simpel, aber unappetitlich.

3. Es ist hier durchaus möglich, dass von 30 Zuhörern im Saal 10 Schlafen, ohne das es jemanden interessiert
4. 2 T-Shirts
5. 2 Zertifikate der Teilnahme (Johannes Krause, for his dynamic participation)

Naja, nur noch eine Woche dann sind ferien :)

International Volunteers Day

Am vergangenen Wochenende (4.-6.12.) haben ich und Seija eine Reise durch die halben Visayas gemacht, um in Tacloban auf der Insel Leyte eine Party anlässlich des International Volunteers Day zu besuchen. Da uns ein Flug zu teuer wäre und man in diesem Inselstaat anders nicht vorankommt, haben wir uns entschlossen per Fähre zu reisen.
So starteten wir unsere Tour dann am Freitagmorgen, 04:00 Uhr, um die erste Fähre von San Carlos City nach Toledo auf der Insel Cebu zu nehmen. Es war noch stockdunkel als wir ablegten und da die Fahrt über zwei Stunden dauerte und genau gen Osten ging, fuhren wir praktisch in den Sonnenaufgang hinein....



kurz darauf waren auch schon die ersten Fischer auf ihren traditionellen Booten unterwegs:


Auf Cebu Island in Toledo angekommen, steigen wir sofort in einen Ceres-Liner. Diese markanten gelben Busse sind überall zu finden und ein preisgünstiges Transportmittel...
Die komplette Fahrt verschlief ich, doch als ich erwachte, befand ich mich mitten in der Zweitgrößten Stadt der Philippinen, Cebu City. Nahezu alle großen Konzerne haben hier einen Standort, da sich diese Stadt genau in der Mitte der Philippinen befindet und somit ein perfekter Umschlagplatz ist. Am Bus-Terminal angekommen nahmen wir ein Taxi, wobei der Fahrer so nett war, den Taxameter einzustellen. So wurden wir nich gelinkt und am Hafen angekommen haben wir für alles gerade einmal 280peso bezahlt und 6std gebraucht. Mit einer lockeren Stunde Zeit bis unsere Fähre abfuhr warteten wir dann auch eine andere Freiwillige, die auf Cebu Island lebt. Wir buchten eine Fahrt im SuperCat, ein High-Speed-Katamaran mit Sicherheitskontrollen, Inneneinrichtung und Komfort wie im Flugzeug. Der Spaß kostete zwar mit Abstand am meisten auf der ganzen Fahrt (500peso), aber so konnte man in 2std in ormoc auf Leyte sein, wozu man ansonsten 6std gebraucht hätte. Es war sogar noch ein Bus nach Tacloban City inclusive!Dort kamen wir letztendlich um 4uhr Nachmittags an, 12std Fahrt hatten wir hinter uns gebracht. Nun musste die Party aber wirklich gut sein, damit sich das gelohnt hat!
Am Freitagabend traf ich gleich Simon und Ossi wieder...
...(Zwei Scheeßeler Kollegen von mir) und so wurde die erste Nacht mit den anderen DED-Freiwilligen die zur Party am Samstag gekommen waren durchgefeiert...nach satten 4std Schlaf ging es dann auch schon zu unserem eigentlichen Ziel, ein Haus am Strand, das komplett für diese Feier gemietet war.



Ein ständig wiederbefülltes Buffet, ordentliche Musik und Gäste aus Australien, den USA, Deutschland und den Philippinen machten aus einem schönen Tag einen fetzigen Abend. Ich hab sogar einer Runde Filipinos "4 Könige" spielen beigebracht^^


Mit Klassikern wie Mullersand ging dieser Abend
dann in den Morgen über...


...und da sich schlafen um 05.30uhr auch nichtmehr gelohnt hätte, beschlossen Seija und Ich doch einfach direkt in ein Jeepney zu steigen und zurück zu fahren!
Wir schliefen mehr als den Halben Weg von Tacloban wieder zurück nach San Carlos, doch durch irgendein Glück erwischten wir jede Fähre mit perfektem Timing. Wir hatten in Cebu sogar noch die Gelegenheit das "Vienna Kaffeehaus" auszuprobieren, ein österreichisches Lokal, in dem ich seit langem mal wieder ein richtiges Frühstück aß!


Und so endete alles wie es begann, auf einer Fähre zwischen Negros und Cebu, nur diesesmal dem Sonnenuntergang entgegen...

Original Pirate Material

Eine weitere Anekdote zum Thema DVDs:
Ich dachte eine DVD für 95cent wäre günstig. Da hatte ich aber noch nicht die wunderbaren collections entdeckt: Bis zu 20 Filme auf einer Disc, Preis: 80Peso (1,10euro oderso). Leider werde ich die wohl auf der Heimreise beim Zoll lassen müssen. Die Qualität aber ist erstaunlich gut und so besitze ich nun schon die Al Pacino, James Bond und Johnny Depp-Collection. Letztere enthält Sweeney Todd, Fluch der Karibik 1-3, Die 9 Pforten, Platoon, Rochester, Charlie in der Schokoladenfabrik, Donnie Brasco, Es war einmal in Mexico, From Hell, Chocolat, Sleepy Hollow, Edward mit den Scherenhänden, Corpse Bride, Blow, What's eating Gilbert Grape, Fear and loathing in Las Vegas und Das geheime Fenster. Nich schlecht. Allerdings müssen für diesen Preis wohl auch kleine Einbußen in Kauf genommen werden. Na, wo hat sich hier der Fehler eingeschlichen?

Dienstag, 1. Dezember 2009

November 28

Mit den Malls hier auf Negros ist das so eine Sache.
Geführt werden diese Riesenkaufhäuser, die meist Ketten und in vielen großen Städten vorhanden sind (Gaisano, SM, Robinsons), ausschließlich von Chinesen. Diese sind neben den Japanern, Spaniern und Amerikanern (die ja historische Gründe haben) die vierte häufig vertretene Nationalität auf den Philippinen. Sind die Spanier im Landbesitz, die Amerikaner in der Öffentlichkeitsarbeit und die Japaner im Automobilsektor führend, so haben es sich die Chinesen zueigen gemacht, sämtliche erfolreichen Großbetriebe hier zu führen, besonders Warenhäuser. Der Schlüssel zum Erfolg ist klar: Große Mengen an westlichen Gegenständen kopieren und billig herstellen. Lustigerweise schlägt dieses Prinzip auch auf das Personalmanagement durch. Es gibt mindestens soviele Mitarbeiter wie Kunden, was mitunter sehr nervend sein kann. Doch geht dadurch der Prozess des Einkaufens schneller voran? Nein, im Gegenteil: An der Kasse erlebt man jede Woche aufs Neue die unpraktischten Lösungen. So stehen immer 2 Frauen hinter jeder Kasse, doch sind notorisch zuwenige Kassen besetzt. Ebenso sammeln sich Packer in kleinen Grüppchen an sinnfreien Orten und halten Angestellte ab, deren Aufgabe beispielsweise darin besteht, herumstehende Einkaufswagen wegzufahren oder Inventur WÄREND der Öffnungszeiten zu machen (?!). Nun ist an der Kasse das Problem folgendes: Es wird jeder Gegenstand, völlig gleichgültig in welcher Menge man ihn erwirbt, einzeln gescannt. Das kann mitunter, zB wenn einzeln verpackte Kaffee-Pulver-Päckchen gekauft werden, schonmal eine Vierstelstunde dauern. Ohne Preisschild geht da natürlich garnichts, und es entsteht eine unendliche Verwirrung, was den Vorgang weiter verzögert.
Beispiel:

Als ich mir drei Würfel kaufte, natürlich alle einzeln, klebte mir eine Verkäuferin doch tatsächlich auf jedes kleine Würfelchen ein extra Schild. Wie praktisch is sowas?

Montag, 30. November 2009

November 24

Im Jahre 1991 kam es auf den Philippinen in Nord-Luzon zu einem Vulkanausbruch.
Der Pinatubo tötete 875 Menschen und seine Asche trug dazu bei, dass die Durchschnittstemperatur auf der Erde um einen halben Grad Celsius gesenkt wurde.
Umso erstaunlicher, da der Vulkan ansich für erloschen gehalten wurde.
Der Mt. Kanlaon hingegen, hat fast die doppelte Höhe und ist direkt vor meiner Haustür.
Und er gilt noch als aktiv. Aber trotzallem ist es ungefährlich, man sagt er habe kaum Potential. Was auch immer das heißt^^
Naja schön ist er auf jeden Fall, wenn er mal aus den Wolken herausguckt:

November 08

Mal wieder zu nem Wasserfall.
Haben wir uns gedacht. Und sind entspannt mit Flipflops und ärmellosem T-Shirt losgewandert.
Was für ein Fehler! Der Wasserfall befand sich zwar, wie vorher von DED-Senior-Mitarbeiter Felix gesagt, bei Don Salvador, doch von der Straße bis zum eigentlich Fall waren es noch "lockere" 45 Minuten Fußmarsch bergab und wieder bergauf, durch vollkommen durchnässten Lehmboden und Reisfelder, die ebenfalls geflutet waren. Welch eine Schnapsidee! Man rutschte also mehr als das man ging und landete alle paar meter im Matsch. Die Sonne verbrannte einem derweil fröhlich die Arme und mit aufgeschürften Füßen durch Reisfelder zu waten macht auch keinen Spaß!
Doch was soll ich sagen, es hat sich definitiv gelohnt! mindestens 30m hoch war der Wasserfall, welcher soviel Lärm machte, dass man nichts hören konnte und so eine Strömung verursachte, dass man eine halbe Stunde hätte schwimmen klnnen ohne vom Fleck zu kommen! Kleines Gruppenfoto (von links nach rechts, von oben nach unten): Lars, Lennart, Stephan, Alex, Daniel / Seija, Alina, Nathi. In der Midde ich.

November ??

Es ist doch immer wieder spaßig, zweifelhafte Einkäufe zu tätigen. Durch den geringen Kostenaufwand tut es einem sowieso nicht groß weh. So dachte ich auch, als ich mir frohen Mutes in der großen Shoppingmall zwei Filme kaufte. "Inglorious Bastards" und "The Spirit" kosteten als Blue-Ray-Disc nur jeweils 60Peso (95cent). Kann man also nich viel falsch machen, dachte ich, wenn sie zu unrecht als Blue-Ray deklariert wurden halb so wid. Ehrlich gesagt hatte ich es sogar gehofft, denn ich besitze nichtmal ein Blue-Ray-fähiges Laufwerk! Doch was dann folgte war schon sehr ernüchternd: Es offenbarte sich mir ein Kinomitschnitt der übelsten Sorte, mit flackerndem Licht und zudem komplett auf Russisch. Ein Glück, dass der Film nicht übersetzt wurde, und sowieso die Hälfte Deutsch oder Französisch ist (wer den Film nicht kennt, es geht um den 2.Weltkrieg, grob gesagt^^). Doch ob ich mir nun den zweiten Film auch noch gebe, weiß ich noch nicht recht. Dabei ist im Bischofs-Palast ein so schöner Plasma-Bildschirm mit surroundsound und klimaanlage...
Nunja aber es gibt ja auch noch die öffentlichen Fernsehprogramme.
Doch sieht man TV in den Philippinen, so unterschiedet es sich nicht groß von dem Deutschen. Sowieso sind sämtliche Formate aus den USA übernommen (Big Brother, Next Topmodell, Uri Geller usw), einzig der bei uns allgegenwärtige Fußball wird durch Basketball ersetzt.
Als Malte und Ich nun mal wieder in einem Imbiss aßen, kamen wir nicht umhin, die phili-version vom Next Topmodel anzuschauen. Doch siehe da: Alle Teilnehmerinnen waren weiß! Wie konnte das denn sein?
Einfache Antwort: Weiße Haut gilt hier als Schönheitsideal und so ist "whitener" auch zwingend Inhaltsstoff eines jeden Körperpflege-Gegenstands von Cremes bis Duschgel.
So überraschte dann auch diese Werbung an einem Jeepney nichtmehr:

November 14

ich trag ma n bisschen nach, daher im Titel die Angaben des eigentlichen Datums der Geschehnisse.
Man sagt, es gibt auf den Philippinen diese Momente, in denen die Kriminalitätsrate in Manila auf den Nullpunkt sinkt. Wo die Straßen buchstäblich wie leergefegt sind, wo jeder, ob Bischof, Banker oder Bauarbeiter vorm Fernseher sitzt. Dann nämlich, wenn das Idol eines jeden Filipinos, Manni Paquiao, einen Fight hat. Vom Reissack-Schlepper zum Multimillionär hat er sich geboxt, und damit noch mehr Anziehungskraft und Identifikationspotenzial für eine Nation als Boris Becker und Michael Schumacher in ihren besten Tagen. Wochen vor dem Kapmf wird über nichts anderes gesprochen, am Tag danach müssen die Frisöre Manni Paquiao-Frisuren formen und dieser eine Mann ist um 100te Millionen Dollar reicher, da er Werbeverträge für sämtliche gutzahlenden Firmen dieses Staates hat. Solch ein Ereignis durfte ich miterleben, mit 40Filipinos vor einem Fernseher die die ausgelassendste Party schmießen die ich hier je erlebt hat, sogar ohne Rum und um 1uhr Mittags. "Pacman" besiegte Cotto durch T.K.O. und schrieb sich in die Geschichtsbücher ein, als erster Mann der Weltmeister in 7 verschiedenen Gewichtsklassen ist, vom Feder- bis zum Weltergewicht!
Es war schon beeindruckent, eine Pacman-Frisur gönne ich mir dennoch nicht. Vielleicht wird aus mir aber nochmal ein Box-Fan....

Mittwoch, 4. November 2009

Cemenary

Ein sehr cooler Filipino den ich hier kennen gelernt habe und den ich sehr schätze hat mir eine sehr interessante Theorie geschlidert:
In den Philippinen existiert keine gesetzliche Regelung zur Geburtenkontrolle, einschließlich Kondomen und Pillen. Die extrem einflussreiche katholische Kirche geht jedoch strikt gegen die Lobby der Kondom und Pillen-Hersteller vor, die die Politik dazu bewegen will, eine etwas liberalere Haltung einzunehmen. Nun zur Theorie:
Die Politiker der Philippinen werden manipuliert und bestochen, von westlichen Konzernen und Politikern, um zu erreichen, dass die Nutzung von Verhütungsmitteln gängige Praxis wird, aus dem Grund, dass die westlichen Länder Angst haben. Angst davor, dass die einheimischen Arbeitsmärkte überschwemmt und dominiert werden von den enormen Massen an auswandernden Filipinos. Um die Macht über die Working-Class behalten zu können, müssen sie die moralisch nicht vertretbaren Verhütungsmittel hinterrücks in dieses Land einführen und das Bevölkerungswachstu stoppen.
Oh mein Gott, so ein Blödsinn.
Naja immerhin hat er mir coole Billiard-Tricks erklärt!

PS: Der Ort, an dem ich diesen Artikel schreibe, ist das Foyer des Bischofs-Palastes :)

Freitag, 30. Oktober 2009

S.P.O.R.T.

Es is nun schon etwas her, das ich mal wieder was neues geschrieben habe...
daher kommt nun ein bisschen nachtrag:
Sport und körperliche Fitness: ein heikles Thema hier in den philippinen!
Zunächst herrscht folgende Regel: Wer es sich leisten kann, isst mindestens 5mal am Tag. Das durfte ich bei unserem Sprachkurs schon feststellen. Morgens gibt es grundsätzlich Ei, Bacon und Reis. Es folgt nach 2std ein kleiner vormittags-snack (meist ein sandwich oder burger). Nun kommt das Lunch, mit Fisch oder Fleisch oder beidem miiiiit: Reis. Um an den enormen Strapatzen des Verdauungsschläfchens nicht zugrunde zu gehen, gibt es zum Glück den Nachmittags-snack, meist ein hotdog oder sonstiges (hauptsache fleisch). Tja, und zum Dinner wird neben Chicken und Fisch und Getier jeglicher Herkunft natürlich Reis angeboten.
Bei einem solchen ernährungsplan ist es unabdingbar, sich nach einer möglichkeit umzusehen, sport zu betreiben. Da man als Durchschnittseuropäer definitiv nicht tagsüber joggen kann, ohne nach einer halben stunde einzubrechen aufgrund der sonne und hitze und nachts nicht joggen sollte, da motorisierte gefährte hier grundsätzlich kein licht haben (wenn doch, dann grundsätzlich mit fernlicht), sucht man sich am besten eine andere Sportart aus.
Sportart Nr1: Basketball ist der absolute Volkssport hier, jeder spielt überall (wirklcih überall).
Sportart Nr2: Baseball. Naja das wäre ja sehr cool, nur leider spielt man hier ausschließlich softball, ausserdem kann ichs nich^^
Nicht-Populäre Sportart: Fußball.
Aaaaaber: Ich durfte den enorm freundlichen Bürgermeister von San Carlos kennen lernen und dieser ist ein großer Fan dieser unpopulären Sportart. Man sagt, San Carlos City sei die Fußball-Hauptstadt der Visayas. Daher gibt es in deisem winzigen Nest einer Stadt mindestens 8 Fußballplätze und Teams in allen Altersklassen....und gesäumt sind diese Plätze nicht mit Maisfeldern, in denen die Bälle verloren gehen, sondern mit ein paar hübschen Kokos-Palmen. SO lässts sich spielen :)

Dienstag, 13. Oktober 2009

Kleidung kaufen

Die Department Stores in den großen Malls hier sind ein idealer Ort um Kleidung zu kaufen...
Erstens sind T-Shirts und kurze Hosen hier Spottbillig, zweitens oftmals auch sehr cool und tragbar. Doch der Grund für den geringen Preis liegt oftmals auf der Hand: Sobald es sich um Markenprodukte handelt, kann man sich sicher sein, dass diese gefälscht sind. Unschwer ist das bei Fußballtrikots zu erkennen, bei Quicksilverhosen hingegen ist es schon raffinierter.
Es gibt allerdings auch enorm plumpe Beispiele (na, könnt ihr den Fehler entdecken?):

Okay, das ist zwar verblüffend, aber nicht wirklich erstaunlich, da die meisten Filipinos zwar immer nett fragen, wo man herkomme, jedoch auf die Antwort "Germany" dann fragen: "Und wo genau in den USA liegt das?"
Wirklich erstaunlich ist ein anderer Gegenstand, den ich zwischen Bergen von teils mehr, teils minder lustig bedruckten T-Shirts entdeckte. Wie kommt ein solches Shirt in einen Supermarkt eines Provinzstädtchens auf den Philippinen??? Seht selbst:

Sonntag, 11. Oktober 2009

Schnorcheln die Zweite



Heute haben wir mal wieder eine Bootstour unternommen, mit unserem schwulen Cebuano-Lehrer Saphie. Diesesmal war es direkt vor meinem zukünftigen Wohnort, San Carlos. Zwar ging es nicht zu einer Trauminsel, dafür konnten wir aber direkt vom Boot aus schnorcheln gehen....und das war der Wahnsinn! Korallenriffe wohin das Auge reichte und alle Fische, die ich früher so gerne in meinem Aquarium gehalten hätte, waren zum greifen nahe... Ich hab übrigens Nemo gefunden...

Freitag, 9. Oktober 2009

Bacolod City

Im Zentrum Bacolods (das eine Großstadt von über 3mio Einwohnern is) befindet sich eine Mall, das SM-Center. Dieser Konsumtempel ist dermaßen europäisch, dass man vergisst in den Philippinen zu sein. Auch hier haben viele Leute genug Geld, sich alles leisten zu können, was es auch bei uns gibt, und somit hat sich zumindest die Befürchtung, an irgendwelche alltäglichen Gebrauchsgegenstände nicht heranzukommen, als vollkommen unberechtigt erwiesen.


Anders ist es hier hingegen mit einem Nachtleben in unseren Maßstäben. Discos gibt es hier kaum, stattdessen aber Karaokebars en masse. So eine haben wir eines Abends auch besucht, und was schlimmer ist als eine Bar, die nur darauf ausgelegt ist, betrunkenen Menschen schiefe Töne zu entlocken, ist eine Bar, in der auch noch die Lieblings-Karaoke-Songs von Filipinos laufen. Diese sind nämlich durch die Bank Schnulzen der schmierigsten Sorte und Weihnachtslieder (man fängt den Countdown 100 Tage vor Weihnachten an, und ab dann hört man in jedem Supermarkt nur noch Weihnachtssongs)! Naja immerhin habe ich zu allgemeinem Erstaunen auch ein Lied von Pantera gefunden, dh ein bisschen Stil hat auch die Karaoke-Bar....

Mambukal



Und ein weiterer Ausflug an unglaublich geile Plätze...dieses Mal gings nicht in Richtung Küste, sondern in Richtung Vukan, in ein Naturschutzgebiet mit Regenwald und Wasserfällen. Das erste Mal in meinem Leben sehe ich FLughunde in freier WIldbahn...und dann gleich dermaßen viele!
Die Wasserfälle eigneten sich grandios zum Klippenspringen, wie man (leider etwas unscharf) sieht...

Die Insel

Am Mittwoch haben wir einen Ausflug mit einem typisch philippinischen Fischerboot unternommen. Es ging auf ein kleines Eiland westlich von Negros, das neben einem Traumstrand auch Korallen und Getier zu bieten hatte. Für einen Tag kamen wir uns alle vor, wie Pauschaltouristen, doch das war es wert! Es wird sicher nicht der letzte Besuch auf einer solchen Insel gewesen sein...schon laufen die Planungen, mit allen Leuten dort Weihnachten und Sylvester zu feiern (da es hier so katholisch ist, sind um diese Zeit lange Ferien).

Flora und Fauna


Hier auf den Philippinen ist es wunderbar, wenn man interessiert ist an Biologie...
Es gibt soooviele Mücken (die echt unschöne Krankheitserreger übertragen können), die wiederum von enorm vielen Geckos verschlungen werden. Diese sind quasi überall anzutreffen, sei es auf Steinen, an Hauswänden oder in der Dusche.
Darüberhinaus ist die von Zuckerrohrfeldern dominierte Insel Negros geprägt von Vulkanbergen, über die sich Wälder von Mangobäumen und Kokusnusspalmen erstrecken....und ab und an fliegt ein Schmetterling vorbei ;)





Vorfreude

Auf dem Weg von San Carlos City nach Bacolod fuhren wir durch die wunderschöne Bergwelt des Vulkans, an dem ich leben werde...dabei gelang ein Schnappschuss meines zukünftigen Wohngebäudes (zumindest vermutet man das). Für Philippinische Verhältnisse echt nobel...

In Bacolod


Meine erste Woche auf den Philippinen habe ich in Bacolod City auf der Insel Negros verbracht, wo wir in einem Gebäude der NEDF untergebracht waren (ohne internet, mit 30 leuten auf engstem Raum, dafür aber mit Strom und Kanalisation). Dort fand für alle Freiwilligen ein Seminar statt. Da dies jedoch nicht allzu viel Arbeit, sondern vielmehr Kokusnüsse ernten, Ausflüge unternehmen und (vorallem) den vorzüglichen lokalen Rum (Tunday, 12Jahre, 90cent) trinken beinhaltete, war es eine extrem entspannte Zeit....

Einen Tag im Flugzeug



So beginnt also mein weltwaerts-jahr.
Mit einem 7stündigen Flug nach Doha, wo wir 3std Aufenthalt hatten, der von Stephan, Björn und mir grandioserweise dazu genutzt wurde, eine Age of Empires LAN im FLughafen zu machen...naja das Verlassen des FLughafens hätte auch 180Dollar fürs Visum gekostet. Trotzdem wäre vor dem Flug nach Cebu ein wenig Beinevertreten klug gewesen, denn es folgten weitere 9std herumsitzen und Filme schauen...

In San Carlos City angekommen

heya!
Ich bin nun bereits seit über einer Woche auf den Philippinen!
Leider hatte ich bislang weder Internet noch die Zeit zu schreiben, doch nun bin ich von Bacolod City, wo das Vorbereitungsseminar stattfand, nach San Carlos City gereist, wo ich nun meinen Cebuano-Sprachkurs haben werde.
Daher folgen nun ein paar nachgereichte Einträge ;)
viel Spaß damit

Donnerstag, 17. September 2009

...in den Startlöchern

So mein erster Post wohl.
Noch bin ich im schnuckligen Scheeßel und treffe letzte Vorbereitungen,
verabschiede mich bei denen, die noch verblieben sind und freue
mich auf das anstehende Jahr.
Was die Vorfreude etwas trübt: Wir dürfen nur 20kg + 7kg Handgepäck mitnehmen.
Masehn was alles daheim bleiben muss.....