Montag, 30. November 2009

November 24

Im Jahre 1991 kam es auf den Philippinen in Nord-Luzon zu einem Vulkanausbruch.
Der Pinatubo tötete 875 Menschen und seine Asche trug dazu bei, dass die Durchschnittstemperatur auf der Erde um einen halben Grad Celsius gesenkt wurde.
Umso erstaunlicher, da der Vulkan ansich für erloschen gehalten wurde.
Der Mt. Kanlaon hingegen, hat fast die doppelte Höhe und ist direkt vor meiner Haustür.
Und er gilt noch als aktiv. Aber trotzallem ist es ungefährlich, man sagt er habe kaum Potential. Was auch immer das heißt^^
Naja schön ist er auf jeden Fall, wenn er mal aus den Wolken herausguckt:

November 08

Mal wieder zu nem Wasserfall.
Haben wir uns gedacht. Und sind entspannt mit Flipflops und ärmellosem T-Shirt losgewandert.
Was für ein Fehler! Der Wasserfall befand sich zwar, wie vorher von DED-Senior-Mitarbeiter Felix gesagt, bei Don Salvador, doch von der Straße bis zum eigentlich Fall waren es noch "lockere" 45 Minuten Fußmarsch bergab und wieder bergauf, durch vollkommen durchnässten Lehmboden und Reisfelder, die ebenfalls geflutet waren. Welch eine Schnapsidee! Man rutschte also mehr als das man ging und landete alle paar meter im Matsch. Die Sonne verbrannte einem derweil fröhlich die Arme und mit aufgeschürften Füßen durch Reisfelder zu waten macht auch keinen Spaß!
Doch was soll ich sagen, es hat sich definitiv gelohnt! mindestens 30m hoch war der Wasserfall, welcher soviel Lärm machte, dass man nichts hören konnte und so eine Strömung verursachte, dass man eine halbe Stunde hätte schwimmen klnnen ohne vom Fleck zu kommen! Kleines Gruppenfoto (von links nach rechts, von oben nach unten): Lars, Lennart, Stephan, Alex, Daniel / Seija, Alina, Nathi. In der Midde ich.

November ??

Es ist doch immer wieder spaßig, zweifelhafte Einkäufe zu tätigen. Durch den geringen Kostenaufwand tut es einem sowieso nicht groß weh. So dachte ich auch, als ich mir frohen Mutes in der großen Shoppingmall zwei Filme kaufte. "Inglorious Bastards" und "The Spirit" kosteten als Blue-Ray-Disc nur jeweils 60Peso (95cent). Kann man also nich viel falsch machen, dachte ich, wenn sie zu unrecht als Blue-Ray deklariert wurden halb so wid. Ehrlich gesagt hatte ich es sogar gehofft, denn ich besitze nichtmal ein Blue-Ray-fähiges Laufwerk! Doch was dann folgte war schon sehr ernüchternd: Es offenbarte sich mir ein Kinomitschnitt der übelsten Sorte, mit flackerndem Licht und zudem komplett auf Russisch. Ein Glück, dass der Film nicht übersetzt wurde, und sowieso die Hälfte Deutsch oder Französisch ist (wer den Film nicht kennt, es geht um den 2.Weltkrieg, grob gesagt^^). Doch ob ich mir nun den zweiten Film auch noch gebe, weiß ich noch nicht recht. Dabei ist im Bischofs-Palast ein so schöner Plasma-Bildschirm mit surroundsound und klimaanlage...
Nunja aber es gibt ja auch noch die öffentlichen Fernsehprogramme.
Doch sieht man TV in den Philippinen, so unterschiedet es sich nicht groß von dem Deutschen. Sowieso sind sämtliche Formate aus den USA übernommen (Big Brother, Next Topmodell, Uri Geller usw), einzig der bei uns allgegenwärtige Fußball wird durch Basketball ersetzt.
Als Malte und Ich nun mal wieder in einem Imbiss aßen, kamen wir nicht umhin, die phili-version vom Next Topmodel anzuschauen. Doch siehe da: Alle Teilnehmerinnen waren weiß! Wie konnte das denn sein?
Einfache Antwort: Weiße Haut gilt hier als Schönheitsideal und so ist "whitener" auch zwingend Inhaltsstoff eines jeden Körperpflege-Gegenstands von Cremes bis Duschgel.
So überraschte dann auch diese Werbung an einem Jeepney nichtmehr:

November 14

ich trag ma n bisschen nach, daher im Titel die Angaben des eigentlichen Datums der Geschehnisse.
Man sagt, es gibt auf den Philippinen diese Momente, in denen die Kriminalitätsrate in Manila auf den Nullpunkt sinkt. Wo die Straßen buchstäblich wie leergefegt sind, wo jeder, ob Bischof, Banker oder Bauarbeiter vorm Fernseher sitzt. Dann nämlich, wenn das Idol eines jeden Filipinos, Manni Paquiao, einen Fight hat. Vom Reissack-Schlepper zum Multimillionär hat er sich geboxt, und damit noch mehr Anziehungskraft und Identifikationspotenzial für eine Nation als Boris Becker und Michael Schumacher in ihren besten Tagen. Wochen vor dem Kapmf wird über nichts anderes gesprochen, am Tag danach müssen die Frisöre Manni Paquiao-Frisuren formen und dieser eine Mann ist um 100te Millionen Dollar reicher, da er Werbeverträge für sämtliche gutzahlenden Firmen dieses Staates hat. Solch ein Ereignis durfte ich miterleben, mit 40Filipinos vor einem Fernseher die die ausgelassendste Party schmießen die ich hier je erlebt hat, sogar ohne Rum und um 1uhr Mittags. "Pacman" besiegte Cotto durch T.K.O. und schrieb sich in die Geschichtsbücher ein, als erster Mann der Weltmeister in 7 verschiedenen Gewichtsklassen ist, vom Feder- bis zum Weltergewicht!
Es war schon beeindruckent, eine Pacman-Frisur gönne ich mir dennoch nicht. Vielleicht wird aus mir aber nochmal ein Box-Fan....

Mittwoch, 4. November 2009

Cemenary

Ein sehr cooler Filipino den ich hier kennen gelernt habe und den ich sehr schätze hat mir eine sehr interessante Theorie geschlidert:
In den Philippinen existiert keine gesetzliche Regelung zur Geburtenkontrolle, einschließlich Kondomen und Pillen. Die extrem einflussreiche katholische Kirche geht jedoch strikt gegen die Lobby der Kondom und Pillen-Hersteller vor, die die Politik dazu bewegen will, eine etwas liberalere Haltung einzunehmen. Nun zur Theorie:
Die Politiker der Philippinen werden manipuliert und bestochen, von westlichen Konzernen und Politikern, um zu erreichen, dass die Nutzung von Verhütungsmitteln gängige Praxis wird, aus dem Grund, dass die westlichen Länder Angst haben. Angst davor, dass die einheimischen Arbeitsmärkte überschwemmt und dominiert werden von den enormen Massen an auswandernden Filipinos. Um die Macht über die Working-Class behalten zu können, müssen sie die moralisch nicht vertretbaren Verhütungsmittel hinterrücks in dieses Land einführen und das Bevölkerungswachstu stoppen.
Oh mein Gott, so ein Blödsinn.
Naja immerhin hat er mir coole Billiard-Tricks erklärt!

PS: Der Ort, an dem ich diesen Artikel schreibe, ist das Foyer des Bischofs-Palastes :)

Freitag, 30. Oktober 2009

S.P.O.R.T.

Es is nun schon etwas her, das ich mal wieder was neues geschrieben habe...
daher kommt nun ein bisschen nachtrag:
Sport und körperliche Fitness: ein heikles Thema hier in den philippinen!
Zunächst herrscht folgende Regel: Wer es sich leisten kann, isst mindestens 5mal am Tag. Das durfte ich bei unserem Sprachkurs schon feststellen. Morgens gibt es grundsätzlich Ei, Bacon und Reis. Es folgt nach 2std ein kleiner vormittags-snack (meist ein sandwich oder burger). Nun kommt das Lunch, mit Fisch oder Fleisch oder beidem miiiiit: Reis. Um an den enormen Strapatzen des Verdauungsschläfchens nicht zugrunde zu gehen, gibt es zum Glück den Nachmittags-snack, meist ein hotdog oder sonstiges (hauptsache fleisch). Tja, und zum Dinner wird neben Chicken und Fisch und Getier jeglicher Herkunft natürlich Reis angeboten.
Bei einem solchen ernährungsplan ist es unabdingbar, sich nach einer möglichkeit umzusehen, sport zu betreiben. Da man als Durchschnittseuropäer definitiv nicht tagsüber joggen kann, ohne nach einer halben stunde einzubrechen aufgrund der sonne und hitze und nachts nicht joggen sollte, da motorisierte gefährte hier grundsätzlich kein licht haben (wenn doch, dann grundsätzlich mit fernlicht), sucht man sich am besten eine andere Sportart aus.
Sportart Nr1: Basketball ist der absolute Volkssport hier, jeder spielt überall (wirklcih überall).
Sportart Nr2: Baseball. Naja das wäre ja sehr cool, nur leider spielt man hier ausschließlich softball, ausserdem kann ichs nich^^
Nicht-Populäre Sportart: Fußball.
Aaaaaber: Ich durfte den enorm freundlichen Bürgermeister von San Carlos kennen lernen und dieser ist ein großer Fan dieser unpopulären Sportart. Man sagt, San Carlos City sei die Fußball-Hauptstadt der Visayas. Daher gibt es in deisem winzigen Nest einer Stadt mindestens 8 Fußballplätze und Teams in allen Altersklassen....und gesäumt sind diese Plätze nicht mit Maisfeldern, in denen die Bälle verloren gehen, sondern mit ein paar hübschen Kokos-Palmen. SO lässts sich spielen :)

Dienstag, 13. Oktober 2009

Kleidung kaufen

Die Department Stores in den großen Malls hier sind ein idealer Ort um Kleidung zu kaufen...
Erstens sind T-Shirts und kurze Hosen hier Spottbillig, zweitens oftmals auch sehr cool und tragbar. Doch der Grund für den geringen Preis liegt oftmals auf der Hand: Sobald es sich um Markenprodukte handelt, kann man sich sicher sein, dass diese gefälscht sind. Unschwer ist das bei Fußballtrikots zu erkennen, bei Quicksilverhosen hingegen ist es schon raffinierter.
Es gibt allerdings auch enorm plumpe Beispiele (na, könnt ihr den Fehler entdecken?):

Okay, das ist zwar verblüffend, aber nicht wirklich erstaunlich, da die meisten Filipinos zwar immer nett fragen, wo man herkomme, jedoch auf die Antwort "Germany" dann fragen: "Und wo genau in den USA liegt das?"
Wirklich erstaunlich ist ein anderer Gegenstand, den ich zwischen Bergen von teils mehr, teils minder lustig bedruckten T-Shirts entdeckte. Wie kommt ein solches Shirt in einen Supermarkt eines Provinzstädtchens auf den Philippinen??? Seht selbst: